23.07.2009

Von: HR

Ingenieure kommen ins Boot

Die Ingenieure am Standort Wetzlar erkennen, dass der Konflikt um Erhaltung der Arbeitsplätze nur mit der IG Metall geführt werden kann.

Im Juni sind am Standort Wetzlar 25 Ingenieure neue Mitglieder der IG Metall geworden. Diese Entwicklung trägt einer mittlerweile unübersehbaren Tatsache Rechnung: Die Zeiten, in denen Continental seinen Ingenieuren sichere Arbeitsplätze verspricht, sind vorbei.

Spätestens nach der Ankündigung der Geschäftsleitung, dass in Wetzlar jeder vierte seinen Arbeitsplatz verlieren soll, erkennen auch die Ingenieure, dass sie sich nur gemeinsam mit der IG Metall gegen die Pläne des Vorstandes wehren können - und zwar, indem sie sich organisieren.

Wie sich die Personalpolitik des Vorstandes innerhalb einiger Monate geändert hat, ist nicht nur für Außenstehende unfassbar: Noch Ende letzten Jahres fehlten in Wetzlar mehr als 150 Entwickler, weshabl man eine Prämienaktion mit dem Titel "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" startete. Bei erfolgreicher Einstellung wurden im Rahmen dieser Aktion 3.000 Euro Prämie gezahlt. Entwicklungsaktivitäten wurden dennoch unter erheblichem Schulungsaufwand nach Polen an externe Unternehmen verlagert, weil es nicht gelang, so viele Entwickler wie gewünscht in Wetzlar einzustellen. In der Zwischenzeit gab es eine Kehrtwendung - nun müssen sich auch Ingenieure Sorgen machen, vom Rasenmäher der Sparmaßnahmen erfasst zu werden.


Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe