
Der von der französischen Arbeitnehmervertretung eingeschlagene Rechtsweg hat Aussicht auf Erfolg.
Wie das Handelsblatt berichtet, blickt die Kapitalseite sorgenvoll auf die gerichtliche Auseinandersetzung um die geplante Schließung des Conti-Werkes in Clairoix: "Die Sorgen gelten vor allem dem Ausgang einer in zwei Wochen anstehenden Gerichtsverhandlung in Frankreich. ...Aus Sicht der französischen Arbeitnehmervertreter und der Staatsanwaltschaft bricht Continental Betriebsvereinbarungen und Arbeitsrecht - unter anderem soll das europäische Arbeitnehmergremium nicht rechtzeitig informiert worden sein." Politischer Druck käme zusätzlich von höchster Stelle - von Frankreichs Staatschef Sarkozy. Eine Niederlage vor Gericht wird nach Ansicht des Handelsblatts aber nicht das Aus für Clairoix verhindern, die Arbeitnehmer gewönnen jedoch Zeit. Conti müsste das Prozedere neu starten. Eine Verzögerung in Frankreich, so das Handelsblatt weiter, würde auch die geplante Schließung der Reifenproduktion in Hannover-Stöcken ins Stocken bringen.

