26.10.2009

Von: MJ/HR

Ergänzungstarifvertrag bei Conti Temic in Ingolstadt

Nach intensiven Verhandlungen haben sich IG Metall Ingolstadt und Continental Temic auf einen neuen Ergänzungstarifvertrag geeinigt.

Jacky Horn

Zufrieden mit dem Ergebnis:
IG Metall-Bevollmächtigter
und Temic-Aufsichtsrat Horn.

Er sichert die Arbeitsplätze weitere fünf Jahre, außerdem wurden Investitionen in neue Themenfelder und eine Absenkungen der Arbeitszeit ab Mitte 2013 vereinbart.

Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen

Ab 1.1.2011 gilt ein neuer Vertrag zwischen dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie und der IG Metall Bayern für den Temic-Standort Ingolstadt. Mit dem Ergänzungstarifvertrag verpflichtet sich Continental Temic ab Januar 2011 zu Investitionen in Höhe von 28,9 Millionen Euro für das Werk, betriebsbedingte Kündigungen sind bis 31.12. 2014 ausgeschlossen.

Als Gegenleistung wird die ursprünglich Ende 2010 auslaufende Vereinbarung über eine Erhöhung der Arbeitszeit um 3 Stunden (38 Stunden pro Woche) noch bis Ende Juni 2013 beibehalten. Danach verringert sich die wöchentliche Arbeitszeit um 30 Minuten auf 37,5 Stunden. Eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit auf 37 Stunden ist vereinbart und vom Erreichen bestimmter Umsatzzahlen abhängig.

Selbst erhebliche Veränderungen aufgrund des Kaufes von Siemens VDO durch Continental konnte die aktuell noch geltende Vereinbarung auffangen. Umfangreiche, ursprünglich nicht geplante Umstrukturierungen, Zusammenlegungen und Verlagerungen überwiegend an den neuen Conti-Standort Regensburg führten nicht zu Entlassungen. Als Ausgleich für die abgezogenen Aufgaben wurde zum 01.01.2009 die CES&P GmbH in Ingolstadt neu installiert, die als Temic-Tochtergesellschaft Entwicklungsarbeiten als Dienstleistung auch externen Kunden anbietet. Alle Betroffene erhielten einen gleichwertigen Arbeitsplatz, und die IG Metall konnte eine Tarifbindung erreichen.

Johann Horn, erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt, zeigt sich zufrieden: "Es war 2006 schon bitter einen Vertrag zu unterzeichnen der eine längere Arbeitszeit vorsah. Heute kann ich feststellen, die Vereinbarung hat gehalten. Die Investitionen kamen wie vereinbart, die Beschäftigung ist gesichert und das selbst in turbulenten Zeiten."


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