
Der Conti-Standort Wetzlar wählt am 20.01.2010 einen neuen Betriebsrat. Die Neuwahl musste vorgezogen werden, weil die Anzahl der Beschäftigten durch Restrukturierungen und Verlagerungen der Produktion nach Tschechien stark gesunken ist.
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BRW-2010-Flyer.pdf
Während bei der letzten Betriebsratswahl 2006 noch 1.069 Beschäftigte wahlberechtigt waren, werden es vermutlich am 20. Januar 2010 nur noch 560 sein. Die verschiedenen Personalabbauwellen hatten zur Folge, dass auch viele Betriebsratsmitglieder das Unternehmen verlassen haben. Der Betriebsrat ist unter die erforderlichen 15 Mitglieder gesunken, was vorgezogene Neuwahlen bedeutet.
11 Betriebsratsmitglieder sind daher nun in den neuen Betriebsrat zu wählen. Von den insgesamt 29 Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, sind 24 IG Metall-Mitglieder. Das oberste Ziel des neuen Betriebsrates ist es, dass nicht noch weitere Arbeitsplätze am Standort Wetzlar abgebaut werden. Vorhandenes Know How und Kompetenzen müssen bewahrt und ausgebaut werden.
Beispiele wie SELL in Herborn oder Mecedes in Sindelfingen haben gezeigt: Wenn sich Belegschaft, Betriebsräte und IG Metall gemeinsam gegen Arbeitsplatzabbau wehren, gelingt auch Beschäftigungssicherung. Leider denken noch immer viele Beschäftigte, dass Standortsicherung am Verhandlungstisch auch erreichbar ist.


