
Am 17.11. und 18.11. 2009 fand in Frankfurt das erste Arbeitstreffen aller Schwerbehindertenvertretungen der Continental AG inklusive Tochtergesellschaften statt. Es waren 26 Schwerbehindertenvertreter aus den verschiedenen Geschäftsbereichen anwesend.
Am 12.02.2008 war in Regensburg, einem Standort der Continental Automotive GmbH, erstmalig im Continental Konzern, die Wahl der Konzernschwerbehindertenvertretung durchgeführt worden. Heidemarie Bald vom Standort Hannover/Stöcken wurde damals als KonzernschwerbehindertenVertrauensperson gewählt. Erste Stellvertreterin wurde Carmen Niedermeier, Regensburg und zweiter Stellvertreter Hans-Peter Geihs, Rheinböllen.
Das gemeinsame Arbeitstreffen in Frankfurt eröffnete nun neue und intensivere Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Gerade im Bereich der Betreuung von Schwerbehinderten ist ein Kontakt zwischen den Standorten sehr hilfreich für eine erfolgreiche Arbeit!
Bei den Berichten aus den Standorten, verbunden mit Erfahrungsaustausch, kristallisierte sich ein Thema besonders heraus: " Wir haben an vielen Standorten Probleme durch den demografischen Wandel." Vor allem in Bereichen der Produktion erweist es sich als immer schwieriger, MitarbeiterInnen alters- und behinderungsgerecht (nicht zu verwechseln mit behindertengerecht!) einzusetzen. Nur wenige Standorte verfügen noch über ihre kleine "Oase", in der MitarbeiterInnen, die temporär oder dauerhaft eingeschränkt sind, eingesetzt werden können. Nach heutigem Stand wird sich diese Situation in den nächsten Jahren nicht verbessern und Arbeitgeber, sowie Interessenvertretungen weiterhin fordern und beschäftigen.
Vielerorts werden Zuschüsse der Integrationsämter genutzt, um Arbeitsplätze so umzugestalten, daß auch gesundheitlich eingeschränkte KollegInnen daran einsetzbar sind und ihre volle Arbeitsleistung erbringen können. Leider besteht z.B. auf Grund der Verkettung von Anlagen nicht immer die Möglichkeit einer Umgestaltung. Zuschüsse gibt es aber auch für Arbeitshilfen, z. B. behinderungsgerechte Stapler, Hebehilfen und vieles mehr.
Mit einem Vortrag der Deutschen Rentenversicherung endete das Arbeitstreffen. Inhalt dieses Vortrages waren Informationen über die verschiedenen Rentenarten, Abschläge bei früherem Rentenbeginn und Rente bei Erwerbsminderung. Dadurch konnten auch einige Wissenslücken geschlossen werden. Eine persönliche Beratung bezüglich der Rente muss aber auch weiterhin mit den persönlichen Daten durch die Rentenversicherung erfolgen.
Dieses erste, gemeinsame Arbeitstreffen zeigte allen, wie wichtig gemeinsame Schulungen, Informationsaustausch und Kommunikation sind. Davon profitiert letztendlich auch der Arbeitgeber, weil die Schwerbehindertenvertretungen dadurch zu Wissensträgern werden und bei vielen Themen ihren Beitrag zur Problemlösung erbringen können.

