
Anfang Februar wurde die Anklage gegen sechs Conti-Beschäftigte aus Clairoix verhandelt. Sie waren im Januar 2009 an der Verwüstung einer Präfektur beteiligt, die der Schließung des Conti-Reifenwerks tatenlos zugesehen hatte.
Geldstrafe statt Haft
Das Ergebnis des Prozesses wird von Gewerkschaften und linken Politikern als Erfolg gefeiert: Geldstrafen zwischen 2.000 und 4.000 Euro anstatt der in erster Instanz verhängten Haftstrafen zwischen zwei und fünf Monaten. Die Verhandlung in Aimens wurde von umfangreichen, aber durchweg friedlichen Demonstrationen für die Angeklagten begleitet.
"Freispruch für die Arbeiterklasse"
Die Richter befanden die Conti-Mitarbeiter schuldig, wesentlich an der Verwüstung der Präfektur von Clairoix beteiligt gewesen zu sein. Der Hauptangeklagte Xavier Mathieu kommentierte das Urteil: "Der Stolz der Arbeiterklasse ist freigesprochen worden." Die Gewerkschaft CGT begrüßte das Urteil ebenfalls, ergänzte jedoch, auch eine Geldstrafe sei für sie nicht akzeptabel, wenn "Arbeitnehmer für ihre Beschäftigung und die industrielle Zukunft kämpfen".


