12.01.2010

Von: NL

Herzogenaurach: Peter-Zink-Preis für mutige Jugendliche

Es sind diesmal zwei Vertretungen jugendlicher Auszubildender, die sich den Peter-Zink-Preis teilen: Eine sechsköpfige Gruppe von Schaeffler aus Herzogenaurach, die sich um den Zusammenhalt der Belegschaft in den wirtschaftlich turbulenten Zeiten besonders verdient gemacht hat, sowie an den Jugendvertreter bei Siemens Healthcare, Jörg Sussmann.

JAV-Herzogenaurach erhält den Peter Zink-Preis
(zum Vergrößern bitte anklicken)

Während die Laudatio für die Herzogenauracher Gruppe (bestehend aus Eva Söllmann, Sabrina Klaußner, Marco Tratz, Svenja Paulus, Andreas Pfannenmüller und Hanna Köhler) der Betriebsratsvotrsitzende Thomas Mölkner hielt, würdigte Sussmanns unerschrockenes Auftreten der Vorsitzende des Vertrauensleute-Körpers bei Siemens Med., Wolfgang Fees.

Eingeleitet und beschlossen hatte die gut besuchte Veranstaltung die Musikerin Isolde Reiss, die mit Klampfe und Gesang jenen Geist aufleben ließ, den auch der Namens-Geber des Preises, Peter Zink, er- und gelebt haben muss: Musik als Mut- und Muntermacher im Kampf um soziale Gerechtigkeit. Pete Seegers «We shall overcome» war und ist nur eine der internationalen Hymnen der Arbeiterbewegung, die bei solchen Anlässen den richtigen Ton findet.

Bleibende Werte

Das Leben des durchaus mehr als nur «bekannten» Erlanger SPD-Mannes Peter Zink hatte sein Sohn Michael Zink in einem höchst kurzweiligen, gleichwohl «aktuellen» Rückblick aufleben lassen - ein Rückblick der zeigte, dass die Werte, für die Peter Zink einst eintrat, heute keine Nostalgie-Beiträge sind, sondern höchst aktuelle Eigenschaften, die in einer Zeit krisenhafter Entwicklungen in Wirtschaft und Politik erneut Bedeutung erlangen.

Ab 1954 war Peter Zink Mitglied des Bayerischen Landtages, dem er bis 1974 angehörte.Von 1954 bis 1969 war Peter Zink Vorsitzender der Erlanger SPD. 1967 wurde Peter Zink die Hans-Böckler-Medaille der IG Metall verliehen, 1971 erhielt er das Bundesverdienstkreuz I. Klasse, 1972 wurde er Erlanger Ehrenbürger und 1974 ernannte ihn die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu ihrem Ehrensenator. Die Georg-von-Vollmar-Medaille der bayerischen SPD erhielt Zink 1983, 1987 wurde er mit dem bayerischen Verdienstorden und der bayerischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet.

Seit seinem zweiten Todestag 2006 verleihen die Familie Zink, die IG Metall und die SPD Erlangen den Peter-Zink-Preis an Jugendgruppen und junge Menschen, die sich in der Gewerkschaft, der SPD oder ihnen nahe stehenden Organisationen um den Aufbau einer lebendigen Demokratie verdient gemacht haben.

Foto und Text: Erlanger Nachrichten

 


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