
Vom dritten bis fünften Mai trafen sich die Gesamtbetriebsräte von Conti Automotive in Augsburg zur Betriebsrätekonferenz. Auf der Tagesordnung stand unter anderem eine Resolution zur Gleichstellung der Leiharbeit.
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Resolution-Leiharbeit.pdf
Auf der Betriebsrätekonferenz der Conti Automotive Group vertreten rund 120 Betriebsräte aus 21 Standorten rund 26.000 Beschäftigten. Die Konferenz startete mit den Berichten der Gesamtbetriebsräte von Continental Automotive GmbH, Teves und Temic, gefolgt von den Berichten des Konzernbetriebsrats und des europäischen Betriebsrates (EuroForum). Der Rückblick zeigte die großen Beiträge der Arbeitnehmer zur Bewältigung der Krise auf. Auch Schwerbehindertenvertretung und Gesamt- Jugend- und Auszubildendenvertretgung (GJAV) berichteten über die Themen des vergangenen Jahres.
Ist-Ananlyse und Zukunftsprognosen
Der Bericht der IG Metall und von Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und Mitglied des Aufsichtsrates der Continental AG, bildeten den Übergang zur Ist-Ananlyse und den Zukunftsprognosen. Zur Bewertung der Ist-Situation trugen die Beiträge der Vorstände Avila, Cramer, Matschi und Wente bei, die die wirtschaftliche Situation, den Sozialbericht, die Quality-First-Initiative, die globale Aufstellung von Conti und die Produkt-Innovationen vorstellten. Dabei stellten die Vorstände auch die wichtige Rolle der deutschen Standorte für die Grundlagenerarbeitung und die Innovationen heraus. Im Beitrag der Vertriebsorganisation wurde deutlich, dass Continental stark aus der Krise kommt und Umsätze wie vor der Krise bald wieder zu erwarten sind.
"Wir wollen Leiharbeit fair und gerecht"
Wichtige Denkanstöße für die Betriebsratsarbeit lieferte der Vortrag von Hajo Holst zum Thema Leiharbeit. Die Betriebsrätekonferenz verabschiedete eine Resolution mit dem Titel "Wir wollen Leiharbeit fair und gerecht" zu diesem Thema, deren zentraler Punkt faire und gerechte Arbeits- und Entgeltbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen mit Leiharbeitsverträgen sind. Die seit 2002 geänderten gesetzlichen Regelungen haben auch bei Conti dazu geführt, dass Leiharbeit als strategisches Flexibilisierungsinstrument eingesetzt wird, also nicht etwa nur zur Abdeckung von Produktionsspitzen, sondern überwiegend zur Kostenreduzierung.
Unterstützung der IG Metall-Leiharbeitskampagne
Die Betriebsräte unterstützen daher nachdrücklich die Kampagne der IG Metall, die auf eine breite Zustimmung der Öffentlichkeit für eine gesetzliche Neuregelung der Rahmenbedingungen für Leiharbeit abzielt: "Wir appellieren an alle Betriebsratseinheiten der Continental, das Thema Leiharbeit ganz oben auf die Agenda der betrieblichen Politik der Interessensvertretung zu setzen." Gleichzeitig wurde der Arbeitskreis der Gesamtbetriebsräte der Conti Automotive Group beauftragt, ein inhaltliches und strategisches Konzept zu entwickeln, wie faire und gerechte Arbeits- und
Entgeltbedingungen für Leiharbeiter an allen Standorten durchgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang zitiert die Resolution einen Grundsatz der Continental AG: "Jeder Mitarbeiter von Continental trägt für sein Handeln und seine Leistungen die Verantwortung. Von allen Mitarbeitern erwarten wir, dass sie für konstruktive Kritik und für Verbesserungsvorschläge offen sind."
Die vollständige Resolution können Sie als PDF über obenstehenden Link (Resolution-Leiharbeit.pdf) herunterladen.

