06.12.2011

Von: WM

Dortmund: Drei Abmahnungen am Tag

Nach Niederlage vor Gericht will Conti neue Kündigung vorbereiten

Die Auseinandersetzung um die gekündigte und dann von Conti zähneknirschend  wiedereingestellte Montagearbeiterin Ilona Kolberg geht weiter: Wie die Online-Zeitung „Der Westen“ berichtet, versucht die Continental AG nach der Niederlage vor dem Arbeitsgericht Dortmund, Frau Kolberg mit neuen Tricks loszuwerden. Nach dem Urteil kassierte sie bereits vier Abmahnungen, davon drei an einem Tag.

Der 54-Jährigen war krankheitshalber gekündigt worden. Sie hatte auf Wiedereinstellung geklagt und ihren Prozess im September vor dem Arbeitsgericht gewonnen.

20 Jahre lang hatte die Kollegin keine Abmahnung erhalten. Jetzt soll offensichtlich eine weitere Kündigung vorbereitet werden. Die Vorwürfe: Sie hätte die „persönliche Verteilzeit“ (Zeit für Toilettengänge, Rauchen, frische Luft schnappen) von 21 Minuten am Tag überschritten. Sie hätte die Arbeitsleistung nicht gebracht. Sie hätte die Produktion absichtlich gestoppt .

Der Rechtsvertreter der IG Metall Dortmund hält die Vorwürfe für wenig substantiell und hat Gegendarstellungen formuliert. Ziel ist es, dass die Abmahnungen wieder aus der Personalakte entfernt werden.


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