
Mindestens 15 Prozent mehr Umsatz geplant
Krise war einmal: Von Januar bis Juni 2010 hat Conti, drittgrößter Autozulieferer der Welt, 12,7 Mrd EUR eingenommen, 40% mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit lag der Conti-Halbjahresumsatz nur noch 600 Mio EUR unter dem Umsatz des ersten Halbjahres 2008, also vor der Krise.
Es sei nicht absehbar, dass sich die gute Entwicklung im ersten Halbjahr signifikant abschwächen werde, sagte Conti-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer, in einem Interview. Das geplante Umsatzwachstum von rund 15% für das ganze Jahr 2010 liegt am unteren Ende der Erwartungen.
Nach zwei Jahren mit Milliardenverlusten soll es im Geschäftsjahr 2010 auch wieder schwarze Zahlen, also einen Gewinn geben. Und das trotz gestiegener Rohstoffkosten, vor allem für Naturkautschuk, der Kosten der Schließung der Lkw-Reifenproduktion in Hannover, weiterer Abschreibungen auf den Kaufpreis der einstigen Siemens VDO sowie der hohen Zinsbelastung. Im ersten Halbjahr machte Conti schon einen Gewinn von 349 Mio EUR.
Bis Ende 2010 will Conti die Sparte Powertrain – zu der Sparte gehört der größte Teil der früheren Siemens-Tochter VDO - erfolgreich sanieren. Noch in diesem Jahr soll die Gewinnschwelle erreicht werden. 2011 soll Powertrain beim bereinigten operativen Ergebnis schwarze Zahlen schreiben.

