
Bei Conti Automotive in Dortmund sollen bis zum Jahr 2015 250 Stammbeschäftigte und 100 Leiharbeitskräfte ihren Arbeitplatz verlieren. Die Geschäftsführung spricht von fehlenden Folgeaufträgen, Betriebsrat und IG Metall befürchten ein langsames Sterben des Standortes.
- zum Download:
Flugblatt-Conti-DO.pdf
Ende Mai erklärte Dr. Distelhoff, Geschäftsführer von Fuel Supply, ausbleibende Folgeaufträge von BMW, PSA, und Fiat müssten zu Folgen für die Standorte Bebra und Dortmund führen. Aus Sicht der Arbeitnehmerseite allerdings geht es nicht nur darum, wie ein aktuelles Flugblatt erläutert. Conti will demnach den Standort Dortmund auf Dauer austrocknen und disponiert daher Aufträge innerhalb des Konzern an Dortmund vorbei. Aus Sicht der Geschäftsführung ist Dortmund zu teuer, weshalb sie neue Aufträge nach Rumänien platziert.
Das lassen wir uns nicht gefallen!
Angesichts dieser Taktik schöpfen die Arbeitnehmervertreter nun ihre Rechte gemäß Betriebsverfassungsgesetz aus. Derzeit lassen sie prüfen, ob die Maßnahmen des Managements rechtmäßig sind und haben dazu einen Fragenkatalog mit 24 Fragen an Dr. Distelhoff geschickt. Unter anderem wollen sie wissen, was die Ursachen für das negative Ergebnis des Werkes Dortmund sind und wie hoch der Personalkostenanteil an einer Fördereinheit ist.
Vor dem Hintergrund der angekündigten Entlassungen fordern sie ein klares Konzept von der Geschäftsführung, wozu auch die ordentliche Planung der wöchentlichen Arbeitszeit gehört. Der Betriebsrat hat bis zur Vorlage dieses Konzepts Überstunden abgelehnt und betont seine eigene Haltung: besser statt billiger.
Das vollständige Flugblatt der IG Metall-Bezirksleitung NRW für Conti Automotive Dortmund können Sie als PDF über obenstehenden Link (Flugblatt-Conti-DO.pdf) herunterladen.


