
Tarifkommission jetzt zu Gesprächen über Standortsicherung bereit
Einen Arbeitnehmerbeitrag von 30 Millionen Euro pro Jahr - umgerechnet 416 Euro pro Beschäftigten – hatte Conti von der Belegschaft des Standorts Regensburg verlangt. Ansonsten würden keine neuen Produkte mehr nach Regensburg gehen.
Gespräche unter dieser Erpressung hatte die betriebliche Tarifkommission der IG Metall einstimmig abgelehnt. Das war auch die eindeutige Botschaft der beiden Betriebsversammlungen am 9. und 10 Juni. Keine Verhandlungen, solange die Zahl von 30 Millionen Euro auf dem Tisch liegt!
Das hat gewirkt. Am 25.6. erklärten die zuständigen Vertreter von Conti, dass die Zahlen vom Tisch sind. Man sei bereit zu ergebnisoffenen Verhandlungen.
Daher hat die betriebliche Tarifkommission der IG Metall beschlossen, Gespräche zur Standortsicherung aufzunehmen.
Ergebnisoffen heisst aber auch, dass die Verhandlungen auch scheitern können.
Die wirtschaftliche Notwendigkeit für Arbeitnehmerbeiträge ist bislang nicht nachgewiesen. Jetzt steht allenfalls ein politischer Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze zur Diskussion.

