24.11.2009

Von: WM

Schaeffler wechselt Treuhänder für Conti-Aktien

Hintergrund möglicher Interessenkonflikt wegen kommender Conti-Kapitalerhöhung

Die Privatbank Sal. Oppenheim, die künftig der Deutschen Bank gehört, verwaltet nicht mehr treuhänderisch für Schaeffler ein großes Paket an Aktien von Continental. Das hat Schaeffler bestätigt. Dafür hat die Hamburger Privatbank M.M.Warburg ihren Anteil an Conti von unter drei Prozent auf 19,5 Prozent ausgebaut.

Das Handelsblatt schreibt, dass die bevorstehende Übernahme von Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank, die gleichzeitig zusammen mit der US-Bank JP Morgan Chase die bevorstehende Kapitalerhöhung für Conti organisiert, Hintergrund für den Wechsel des Treuhänders ist. Das könnte zu Interessenkonflikten führen.

Zu den Aufgaben des Conti-Treuhänders gehört es u.a., innerhalb von fünf Jahren einen Käufer für die Conti-Aktien zu finden. Der Verkaufspreis soll dabei über der Marke von 75 Euro liegen.

In der Investorenvereinbarung hatte Schaeffler zugesagt, bis Mitte der Jahres 2012 maximal 49,9 Prozent der Conti-Aktien zu halten. Weil aber Schaeffler 90 Prozent der Conti-Aktien angeboten bekommen hatte, wurden die restlichen knapp 40 Prozent der Aktien an die Bankhäuser Metzler und Sal. Oppenheim je hälftig zur treuhänderischen Verwaltung weitergereicht.


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