01.09.2010

Von: WM

Schaeffler-Umsatz plus 31 Prozent, operative Marge 16 Prozent

Krise überwunden. Langfristige strategische Ausrichtung der Familie Schaeffler bleibt.

Die heute von Dr. Geißinger, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, und von Finanzchef Rosenfeld präsentierten Zahlen über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr belegen, dass der Konzern im Automotive-, aber auch im Industriegeschäft die Krise überwunden hat.

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2010 um 31 Prozent auf rd. 4,6 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: rd. 3,5 Mrd. Euro). In der Automotive-Sparte um 45 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro, in der Industriesparte um 5 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Euro.

Für das Jahr 2010 insgesamt wird ein Umsatz von mehr als 8 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von mehr als 10 Prozent erwartet.

Operatives Geschäft hochprofitabel

Der operative Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug 739 Mio. Euro (108 Mio. Euro). Das heisst: Von jedem Euro Umsatz bleibt ein operativer Gewinn von 16 Cent hängen. Das ist in der Branche ein Spitzenwert.

Der operative Gewinn (EBIT) in der Sparte Automotive betrug im 1. Halbjahr 517 Mio. Euro; das entspricht einer EBIT-Marge von fast 17 Prozent. Das operative Ergebnis der Sparte Industrie hat sich auf 222 Mio. Euro mehr als verdoppelt; das entspricht einer EBIT-Marge von knapp 16 Prozent.

Konzerngewinn trotz hoher Schulden und Zinszahlungen

Trotz der hohen Verschuldung und der hohen Zinszahlungen betrug der Schaeffler-Konzerngewinn nach Steuern und Zinsen und ohne rechnerische Einmaleffekte im ersten Halbjahr immerhin 136 Mio. Euro.

Das boomende operative Geschäft und die – teilweise von den Belegschaften bezahlten – Kostensenkungen haben den finanziellen Spielraum des Konzerns erheblich verbessert: Im ersten Halbjahr hat Schaeffler einen Free Cashflow von 336 Mio. Euro erwirtschaftet. Das bedeutet: Zukunftsinvestitionen und Zinsen können derzeit vollständig aus dem laufenden Geschäft geleistet werden.

Im Halbjahr konnte die Netto-Verschuldung der Schaeffler Gruppe um mehr als 200 Mio. Euro auf rund 5,9 Mrd. Euro zurückgeführt werden. Finanzchef Rosenfeld erklärte: „Das Thema Schuldenabbau hat für uns hohe Priorität.“

Schaeffler-Philosophie: „Fortschrittlich geführtes Familienunternehmen“

In seinem Mitarbeiterbrief erläutert Schaeffler-Chef Dr. Geißinger, wie die künftige Kapitalmarktfähigkeit der Schaeffler Gruppe und die Kultur des Familienunternehmens zusammenpassen:

„Im Einklang mit der Familie Schaeffler möchte ich Eines unterstreichen:: Den Anforderungen des Kapitalmarktes zu entsprechen, bedeutet nicht, dass wir unsere Grundüberzeugungen und Werte verändern werden. Wir sind und bleiben ein fortschrittlich geführtes Familienunternehmen, das nicht zuletzt auch durch die langfristige strategische Ausrichtung der Familie Schaeffler den Vorteil hat, die wichtigsten Trends zielstrebig zu verfolgen.“


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