04.08.2010

Von: WM

Meinung: FC-Bayern-Sponsoring

An den Schaeffler-Standorten und im Intranet kochen die Emotionen hoch.

Es geht um die Entscheidung der Unternehmensführung, dass Schaeffler ab sofort zusammen mit Conti als „Classic“-Partner den FC Bayern München sponsert.

Es geht dabei nicht um die Verärgerung von enttäuschten Fans anderer Fußballclubs. Es geht letztlich auch nicht um das Für und Wider des Sponsoring und die geschäftlichen Zwänge dahinter.

Geschäftliche Zwänge? Besser andere Prioritäten?

Vielmehr merken die Mitarbeiter an der Sponsoring-Entscheidung, dass jetzt ihr Unternehmen Schaeffler nach vielen Monaten Einschränkungen, Verzicht und Kurzarbeit nicht mehr im Überlebenskampf ist. Dass wieder genug Geld da ist, um auch Sport-Sponsoring zu finanzieren. Eine Investition, deren Sinnhaftigkeit zum jetzigen Zeitpunkt diskussionwürdig ist. Viele fragen sich: Gibt es nicht andere Prioritäten?

Sie fragen sich auch: Wann gibt es eine Anerkennung für die Schaeffler-Mitarbeiter, wenn gleichzeitig Millionen für Sponsoring da sind? Eine Anerkennung für die Schaeffler-Mitarbeiter zahlt sich sofort in höherer Motivation und Produktivität aus. Sponsoring rechnet sich dagegen allenfalls längerfristig.

Deshalb die Diskussionen und die Kritik der Schaeffler-Mitarbeiter.

GBR verhandelt im Herbst über Erfolgsbeteiligung

Eine erfreuliche Nachricht: Der Gesamtbetriebsrat verhandelt im Herbst über die Einführung einer Erfolgsbeteiligung im Konzern. Außerdem geht es um die Nachzahlung der Tariferhöhung von 2009, die dem Unternehmen zeitweilig gestundet wurde.


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