
Bei Conti in Schwalbach informiert eine aktuelle Ausgabe der Betriebsratsinfo "Mitdenken - Mitbestimmen - Mitmachen" über den guten Ausgang der Verlagerungs- und Personalabbaupläne bei ES und einem Teilbereich von S&A.
- zum Download:
Conti-Schwalbach16-11-09.pdf
Verheerende Planungen
Im Mai hatte das Management dem Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrates eine Planung vorgelegt, die nicht nur nach dessen Überzeugung verheerende Auswirkungen auf die betroffenen Beschäftigten, deren Angehörige und den ganzen Standort mit sich gebracht hätte. Bei ES (Engine Systems) sollten 124 Arbeitsplätze nach Regensburg verlagert und ein wesentlicher Teil davon abgebaut werden. Bei S&A (Sensors & Actuators) sollten 32 Stellen zum Teil ebenfalls nach Regensburg verlagert, zum Teil auch abgebaut werden.
Starke Unterstützung aus der Belegschaft
Der Betriebsrat hinterfragte diese Pläne nachdrücklich und forderte Alternativen ein. Entscheidend war dabei die starke Unterstützung aus der Belegschaft: "Dies ist nur möglich gewesen, weil die direkt Betroffenen, als auch alle anderen KollegenInnen unsere Forderung unterstützt und durch massiven Auftritt, zum Beispiel in der Betriebsversammlung, deutlich gemacht haben."
Mit diesem gemeinsamen Engagement gelang es letztlich, einen für alle Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden. Einzelheiten dazu enthält die aktuelle Ausgabe der Information, die Sie als PDF über obenstehenden Link (Conti-Schwalbach16-11-09.pdf) herunterladen können.
Weitere Probleme in Sicht
Parallel zu dieser positiven Nachricht weist der Betriebsrat ohne Umschweife auf die nächsten Konfliktherde hin: "Aber es geht weiter!
Die nächste 'Maßnahme' steht an und weitere sind zu erwarten." So ist beispielsweise geplant, die Nebenbuchhaltungen von Teves, Temic und der früheren Siemens VDO der Standorte Regensburg, Nürnberg, Rödelheim und Schwalbach zusammenzulegen.
Effektiver Widerstand gelingt nur gemeinsam
Vor diesem Hintergrund betont der Betriebsrat nachdrücklich die entscheidende Bedeutung einer gemeinsamen Anstrengung, um sich über die begrenzten Mittel der Mitbestimmung hinaus gegen zweifelhafte Maßnahmen auch politisch zur Wehr setzen zu könnnen: "Dabei ist es wichtig, dass nicht nur die direkt Betroffenen, sondern die gesamte Belegschaft zusammenhält."


