20.05.2009

Von: HR

Protest in Paris

Rund 700 französische Continental-Beschäftigte aus dem von Schließung bedrohten Werk in Clairoix haben am Montag vor der Pariser Börse demonstriert.

Die Beschäftigten wollten mit ihrer Aktion nach eigener Aussage Druck in der Frage möglicher  Abfindungen zu erzeugen; außerdem protestieren sie nach wie vor wütend gegen die für 2010 vorgesehene Werksschließung. Diese bezeichneten sie in einer an die Börse gerichteten Protestnote als "spekulative Maßnahme zum Steigern des Aktienkurses". Bei einem vorausgegangenen Demonstrationszug war auf Spruchbändern zweisprachig zu lesen: "Travailleurs unis contre actionnaires voyous*, Arbeiter vereint gegen Heuschrecken-Aktionäre".

Ein Sprecher der Gewerkschaft CGT begründete den Ort der Aktion mit den Worten, "die Börse ist der Ort, an dem mit dem Schweiß der Arbeiter auf der ganzen Welt spekuliert wird." Ein französischer Conti-Sprecher erklärte seinerseits gegenüber den Medien, die Schließung habe "keinerlei Zusammenhang" mit der Börse, sondern sei eine Folge der "Überproduktion von Reifen in Europa".


* Arbeiter vereint gegen Schurken-Aktionäre


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