29.08.2010

Von: WM

Herzogenaurach: AT-Abstand 30,5 % zur letzten Tarifstufe

Gilt endlich auch für die Standorte des Werktarifvertrags

Bislang wurden zahlreiche AT-Beschäftigte besonders in Herzogenaurach weit unter der tariflichen AT-Abstandsklausel bezahlt. Die Betriebsräte und die IG Metall haben diese vertragswidrige Praxis, die die Betroffenen viel Geld gekostet hat, wiederholt angeprangert.

Aber die öffentlichen Proteste der Betroffenen hielten sich bislang in Grenzen, wahrscheinlich weil man/frau um die weitere Karriere fürchtete.

Jetzt hat das Unternehmen eingelenkt. Auch für die Standorte im Bereich des Werktarifvertrags, also Herzogenaurach, Hirschaid und Höchstadt, gilt: Die AT-Beschäftigten, die mit ihrem Entgelt bisher unterhalb des AT-Abstands liegen, bekommen künftig mehr Geld. Analog zur Praxis am Standort Schweinfurt liegt das unterste AT-Gehalt künftig 30,5 Prozent über dem höchsten Tarifentgelt. Die Umsetzung soll unseres Wissens zum 1. Oktober 2010 erfolgen.

IG Metall und Betriebsrat werden die Betroffenen demnächst genauer informieren.

Im Flächentarif Metallindustrie Bayern ist geregelt, dass das unterste AT-Gehalt mindestens 30,5 Prozent über dem Entgelt der höchsten Tarifgruppe liegen muss.
Wir gehen davon aus, dass mit diesem Erfolg von IG Metall und Betriebsräten auch bei AT-Beschäftigten Zweifel am Sinn von Gewerkschaft und Mitbestimmung ausgeräumt sind. Wir freuen uns auf viele neue Mitglieder!


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