
IG Metall-Vertrauensleute in Herzogenaurach fordern Sonderzahlung
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2010-08-03_Classic_Partner_FC_Bayern.pdf
Das gerade verkündete Sponsoring des FC Bayern erhitzt die Gemüter an den Standorten der Schaeffler Gruppe. Schaeffler ist jetzt zusammen mit Conti „Classic Partner des FC Bayern“ – mit Bandenwerbung etc.
Aber die Begeisterung hält sich sehr in Grenzen - nicht nur bei den „Clubberern“ oder den St. Pauli-Fans, sondern auch bei eingefleischten Bayern-Fans. Dabei geht es weniger um Fußball oder den praktischen Sinn des Sponsoring. Sondern es geht um’s eigene Portemonnaie.
Wo bleibt die materielle Anerkennung für die Mitarbeiter?
Es geht darum, dass bei den Schaeffler-Mitarbeitern trotz jahrelangem Verzicht und vielen Monaten Kurzarbeit jetzt nach der Krise nichts ankommt. Dass das Unternehmen kaum ein paar Euro mehr für Leiharbeitnehmer rausrückt. Andere Firmen sind da deutlich großzügiger.
Aber die Schaeffler Gruppe zeigt sich – wie schon vor der Krise - geizig gegenüber ihren Mitarbeitern und den Leiharbeitern.
Deswegen der Ärger über die Millionen für den FC Bayern.
Die IG Metall-Vertrauensleute in Herzogenaurach fordern jetzt in einem Aushang eine Sonderzahlung für die Mitarbeiter: Unter der Überschrift „Geld steht zur Verfügung! Classic Partner des FC Bayern München! Aber was ist mit uns?“ heisst es:
„Gerade JETZT sehen wir als IGM-Betriebsräte den richtigen Zeitpunkt dafür, dass alle Mitarbeiter für ihre Treue und die geleisteten Einschränkungen der letzten Monate motiviert werden müssen. Wir fordern die Geschäftsleitung auf, die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen und eine Sonderzahlung auszuzahlen.“
Bei der bekannten Hartleibigkeit der Schaeffler Gruppe und angesichts ihrer hohen Verschuldung ist allerdings offen, wie das durchgesetzt werden soll.


