28.10.2009

Von: WM

Villingen: Ergänzungstarifvertrag – keine Kündigungen bis 2014

Dafür Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Jahreszahlung weg

Der Conti-Standort Villingen im Schwarzwald ist für fünf Jahre gesichert. Nach einer Vereinbarung von Betriebsrat, IG Metall, Südwestmetall und der Geschäftsleitung von Conti Villingen sind die Mitarbeiter bis 2014 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Das berichtet die Regionalzeitung Schwarzwälder Bote.

Der Standort Villingen ist Conti-Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Nutzfahrzeuge. Der LKW-Markt ist dramatisch eingebrochen. Eine wesentliche Verbesserung der Auftragslage ist auch 2010 nicht in Sicht.

Für die Zusicherung des Erhalts der Arbeitsplätze verzichtet die Belegschaft auf Teile des Urlaubs- und Weihnachtsgelds und auf eine Ergebnisbeteiligung, die so genannte Jahreszahlung, für die Laufzeit des Vertrages. Zudem wird die zweite Stufe der Entgelterhöhung vom Mai diesen Jahres auf Dezember verschoben. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden von 2010 bis 2013 um 55 Prozent gekürzt und jeweils für ein Jahr ganz ausgesetzt. Die leitenden Angestellten werden einen wertgleichen Beitrag einbringen.

In einer Betriebsversammlung wurden jetzt die Mitarbeiter über die Ergebnisse der Verhandlungen informiert. »Die Einschnitte tun weh«, wird Robert Brucker vom Betriebsrat in der Zeitung zitiert. Im Gegenzug stehe aber die Stellen- und Standortsicherung, insbesondere als Kompetenzcenter für Nutzfahrzeugprodukte. Über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen hinaus gibt es Investitions- und Standortzusagen für diesen Zeitraum. Das Ausbildungsniveau soll erhalten werden.

Die Vereinbarung gilt, sobald der IG Metall-Vorstand zugestimmt hat. Auch bei einem Betriebsübergang zur Schaeffler-Gruppe gelten die vereinbarten Konditionen.


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